März 30, 2024

Medikamentensucht

Probleme mit Arzneimitteln – Medikamentensucht in Deutschland

Laut einer Veröffentlichung des Norddeutschen Rundfunks (NDR) vom September 2021 leiden etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland an der Medikamentensucht. Als Gründe für die Abhängigkeit führen Wissenschaftler unter anderem die längere Medikamenteneinnahme und mentale Erkrankungen an.

Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es einen Zusammenhang mit dem Alkoholmissbrauch, wobei die Medikamentenabhängigkeit sich schneller entwickelt als der übermäßige Alkoholkonsum.

Arzneimittel machen süchtig

Viele Betroffene realisieren ihre Abhängigkeit im fortgeschrittenen Stadium. Sie nehmen Medikamente aufgrund anhaltender Schmerzphasen oder stellen für sich eine berauschende Nebenwirkung fest und nehmen das Arzneimittel über die empfohlene Zeit hinaus ein.

Betroffene gewinnen die Überzeugung, dass sie jederzeit mit dem Konsum von Medikamenten aufhören können und keine Therapie benötigen. Das sind eindeutige Anzeichen einer bestehenden Medikamentensucht. Ein Grund für die Suchtentwicklung sticht besonders hervor.

Gamma-Amino-Buttersäure

GABA befindet sich im zentralen Nervensystem eines Menschen. Der Botenstoff beruhigt die Nerven und fördert die Müdigkeit. Aufregende Erlebnisse halten den Körper aufgrund des gestiegenen Adrenalinspiegels wach.

Drehen sich die Gedanken im Kreis, mangelt es an Konzentration, der Körper fühlt sich überstrapaziert und reagiert verbal und in einigen Fällen auch physisch aggressiv. Aggressionen fordern die Neuronen und Muskulatur des Körpers heraus. Nach den ersten Wutanfällen schwinden die Kräfte.

Um das zu verhindern, greifen Medikamentensüchtige nach dem Inhaltsstoff Benzodiazepine, der die Wirkung von der Gamma-Amino-Buttersäure verstärkt. Binnen weniger Minuten fühlt sich der Körper und Geist geborgen.

Diese Geborgenheit bildet die Basis der Sucht. Das Verlangen steigert sich, weil die Wahrnehmung durch die Einnahme beeinträchtigt wird. Die realen Erkenntnisse verschwinden in einem fernen Universum.

Potenzielle Suchtanzeichen:

  • Regelmäßige Einnahme (mindestens einmal täglich) ohne medizinischen Grund.
  • Übermäßige Einnahme eines Medikaments über einen längeren Zeitraum.
  • Obwohl alternative Behandlungsmethoden bestehen, erfolgt bei ersten Anzeichen einer Beschwerde die Einnahme eines bestimmten Präparats.
  • Unkontrollierte Einnahme von Arzneimitteln in Kombination mit Alkohol oder Betäubungsmitteln.
Medikamentensucht verstehen und angehen

Medikamentensucht in Deutschland – Arzneimittel als Übel?

Medikament(e) absetzen

Wer für sich die Sucht nach Medikamenten feststellt, wird als erste Maßnahme versuchen, das Medikament abzusetzen. Vorsicht: Menschen, die über einen längeren Zeitraum Medikamente einnehmen, lösen mit der abrupten Absetzung Nebenwirkungen aus.

Mögliche Nebenwirkungen:

  • Zittern einzelner Gliedmaßen

  • Halluzinationen

  • Muskelzucken

  • Herzrasen

  • Atemnot

  • Nervosität

  • Aggressionen

  • Stimmungsschwankungen

  • Dysfunktionen im Genitalbereich

Die Medikamente sind langsam abzusetzen. Aus gutem Grund wird von Fachkräften der Medizin empfohlen, sich in dieser Phase von einem Arzt begleiten zu lassen. Als ergänzende Therapie steht die kreative Homöopathie zur Verfügung.

Laut dem Allgemeinmediziner Markus Wiesenauer lässt sich mit homöopathischen Mitteln die Gabe der chemisch-synthetischen Medikamente reduzieren. Er behandelt in seiner Praxis mehrere Menschen mit dieser Methode.

Sucht nach Medikamenten behandeln lassen

Medikamentensucht lässt sich zusätzlich zur Schulmedizin mit Homöopathie behandeln. Die kreative Homöopathie nutzt verschiedene Erkenntnisse aus erfolgten Behandlungen. Nachweislich erzeugt die Gabe keine Nebenwirkungen, weshalb auch Kinder und Personen mit Vorerkrankungen sie gut vertragen.

Wer nach Medikamenten süchtig ist und seine Sucht behandeln lassen möchte, wendet sich verschiedenen Methoden zu, um die Sucht erfolgreich zu behandeln. Die Ziele sind, die Beschwerdefreiheit und die Kontrolle über die Einnahme von Medikamenten zu erlangen.

Medikamentensüchtige suchen außerdem in Beratungsgesprächen und in anonymen Gruppen Hilfe und informieren sich über alternative Behandlungsmethoden.

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